Die aktuelle RAM-Knappheit treibt Kreative zu ungewöhnlichen Lösungen. Während PC-Bauer überteuerte Speichermodule beklagen, beweist ein Maker mit einem ungewöhnlichen Projekt: Er konstruierte einen USB-Stick, der nicht mit Halbleitern, sondern mit der Technik der Apollo-Ära arbeitet. Das Ergebnis ist ein handgefertigtes Speichermedium mit gerade einmal 8 Byte Kapazität – doch es ist nicht nur extrem langlebig, sondern auch strahlungsresistent.
Ein Relikt der Raumfahrt als modernes DIY-Projekt
Das Projekt stammt von polymatt, einem Technik-Enthusiasten, der in einem detaillierten Video zeigt, wie er einen funktionierenden USB-Stick mit Magnetkernspeicher baute. Das Herzstück besteht aus 64 winzigen Eisenringen, die jeweils ein Bit speichern können. Diese Ringe wurden in alter Tradition per Hand in Silikonöl getränkt und zu einem Speicherarray verbunden. Die Technik mag veraltet wirken, war aber robust genug, um die Apollo-Raumfahrtmissionen zu steuern.
Der Maker nutzte dabei nicht nur moderne Werkzeuge wie einen Lötkolben und einen 3D-Drucker, sondern auch Teile aus einem alten sowjetischen Computer. Die verwendeten magnetischen Kerne stammen aus dieser Hardware – ein Fundstück, das dem Projekt erst seine Authentizität verlieh. Polymatt selbst bezeichnet sein Werk als „schlechtesten USB-Stick der Welt“, doch das gilt nur, wenn man die Kapazität betrachtet. Aus ästhetischer Sicht ist das Ergebnis durchaus gelungen.
Handarbeit trifft Hightech: So entstand der Speicher
Der Bauprozess erforderte Geduld und Präzision. Zunächst wurden die Eisenringe aus dem alten Computer ausgebaut und gereinigt. Anschließend baute polymatt eine Halterung mithilfe einer CNC-Maschine und einem 3D-Drucker. Die Ringe wurden in Silikonöl getränkt, um die Isolation zu verbessern und die Lebensdauer zu verlängern. Ein besonderes Highlight war der Gedanke, jede der 64 Speicherstellen mit einer LED auszustatten – eine Idee, die aus Zeitgründen verworfen wurde.
Der fertige USB-Stick wurde schließlich an einen Computer angeschlossen und getestet. Anders als bei herkömmlichen Flash-Laufwerken speichert das Gerät keine Dateien im klassischen Sinne. Stattdessen gibt es eine einzige persistente Datei namens core.txt, die permanent verfügbar bleibt. Selbst nach dem Trennen der Stromversorgung bleiben die Daten erhalten – ein Merkmal, das moderne RAM-Module nicht bieten.
Warum diese Technik heute wieder relevant sein könnte
Obwohl die Kapazität von nur 8 Byte (entspricht 1 Byte) lächerlich klein erscheint, zeigt das Projekt, dass alternative Speichertechnologien potenzielle Vorteile bieten. Magnetkernspeicher sind nicht nur strahlungsresistent, sondern auch nicht-flüchtig – sie verlieren ihre Daten nicht beim Ausschalten. In Umgebungen mit hoher Strahlung, etwa in der Raumfahrt oder in militärischen Anwendungen, könnte diese Technik wieder an Bedeutung gewinnen.
Polymatt selbst sieht sein Projekt eher als experimentelle Spielerei, doch es wirft Fragen auf: Könnten solche Technologien in Zukunft eine Rolle spielen, wenn klassische Halbleiterspeicher an ihre Grenzen stoßen? Während Dr. Semiconductor bereits an der Herstellung von RAM in einer Gartenschuppen-Reinraumumgebung forscht, bleibt abzuwarten, ob solche Ansätze eines Tages skalierbar werden. Für Bastler und Technikbegeisterte ist das Projekt jedenfalls ein faszinierendes Beispiel dafür, wie man mit einfachen Mitteln und viel Kreativität ungewöhnliche Lösungen findet.
KI-Zusammenfassung
RAM fiyatlarının yükseldiği şu günlerde elle yapılmış manyetik çekirdek bellek USB sürücü projesiyle tanışın. 64 bit kapasiteli bu retro cihaz, Apollo teknolojisinden ilham aldı ve radyasyona dayanıklı kalıcı bellek sunuyor.



