iToverDose/Hardware· 4 JULI 2026 · 13:03

RAM- und NAND-Preise steigen langsamer – AI-Nachfrage bleibt Treiber bis 2026

Die rasanten Preisanstiege für Arbeitsspeicher und Flash-Speicher verlangsamen sich im dritten Quartal 2026, da Verbraucher nicht länger bereit sind, steigende Kosten zu tragen. Gleichzeitig hält die AI-Nachfrage die Lieferengpässe aufrecht – mit langfristigen Folgen für den Markt.

Tom's Hardware3 min0 Kommentare

Seit Jahren kämpfen Käufer von PCs und Smartphones mit steigenden Preisen für Arbeitsspeicher (DRAM) und Flash-Speicher (NAND). Doch jetzt scheint die Geduld der Konsumenten an ihre Grenzen zu stoßen. Eine aktuelle Analyse der Marktforscher von TrendForce zeigt, dass die Preisanstiege für DRAM und NAND zwar weitergehen, jedoch mit deutlich gemäßigter Dynamik als noch im zweiten Quartal 2026.

Während die Vertragspreise für DRAM im dritten Quartal voraussichtlich nur noch zwischen 13 % und 18 % steigen werden – gegenüber rund 60 % im Vorquartal – bleiben die NAND-Preise mit einem Zuwachs von 10 % bis 15 % ebenfalls hinter den extremen Steigerungen der Vormonate zurück. Doch dieser Wandel ist keineswegs auf eine Entspannung der Lieferketten zurückzuführen. Vielmehr haben Hersteller von Endgeräten beschlossen, die steigenden Speicherkosten nicht länger zu akzeptieren. Jenseits des Verbrauchermarkts bleibt die Situation jedoch angespannt.

AI als dominanter Faktor: Warum die Preise weiter hoch bleiben

Die anhaltende Nachfrage nach AI-Infrastruktur hält den Speichermarkt fest im Griff. Hyperscale-Rechenzentren und Inferenzsysteme für KI benötigen weiterhin enorme Mengen an DRAM und NAND. Gleichzeitig verlagern Speicherhersteller ihre Produktionskapazitäten gezielt in Richtung hochmargiger Serverkomponenten, etwa in Richtung HBM-Speicher (High Bandwidth Memory). Diese Strategie reduziert die verfügbare Kapazität für herkömmlichen Konsumenten-Speicher und verhindert so einen Preisverfall – trotz nachlassender Nachfrage in den Segmenten PCs und Smartphones.

Die Folge: Der Speichermarkt spaltet sich zunehmend in zwei Lager. Während die Serverbranche weiterhin robuste Nachfrage verzeichnet, leiden Endverbraucher unter den steigenden Kosten. TrendForce erwartet, dass die Server-DRAM-Nachfrage bis mindestens 2027 stabil bleibt, unterstützt durch eine bessere Verfügbarkeit von CPUs und den Ausbau von AI-Servern auf Basis von x86-Prozessoren und RDIMMs (Registered DIMMs). Allerdings könnten auch hier die Preise nur moderat steigen, da ein Teil der Käufe über langfristige Lieferverträge abgesichert ist.

Konsumentenmärkte unter Druck: Höhere Preise und weniger Absatz

Im Gegensatz zur Serverbranche kämpfen Hersteller von Notebooks und Smartphones mit sinkender Kaufbereitschaft. Viele Unternehmen stocken zwar ihre Lager weiter auf, doch die steigenden Speicherkosten schlagen sich zunehmend in den Endpreisen nieder. TrendForce warnt, dass dieser Trend die PC-Auslieferungen im weiteren Jahresverlauf belasten könnte. Smartphone-Hersteller stehen vor einem ähnlichen Dilemma: Sie müssen höhere Kosten für LPDRAM (Low-Power DRAM) kompensieren, indem sie die Verkaufspreise ihrer Geräte anheben – was in einem ohnehin schwachen Konsumumfeld riskant ist.

Auch im Bereich der Speicherlösungen zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab. PC-Hersteller hatten Anfang 2026 noch große Bestände an Client-SSDs aufgebaut, was ihre Bereitschaft, weitere Preiserhöhungen zu akzeptieren, deutlich reduziert hat. Speicherlieferanten zeigen sich in Vertragsverhandlungen mittlerweile flexibler, was zu einer leichten Entspannung bei den SSD-Preisen führt. Allerdings profitiert vor allem die Enterprise-Speicherbranche von den Investitionen in AI-Infrastruktur – der klassische Konsumentenmarkt bleibt weiterhin unter Druck.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Wo Nachfrage fehlt

Nicht alle Segmente des Speichermarkts sind von der aktuellen Dynamik betroffen. So hat sich etwa die erwartete Nachfrage nach GDDR7-Speicher durch NVIDIAs RTX PRO 6000 Blackwell noch nicht in vollem Umfang entfaltet. Auch Grafikspeicher für Notebooks leidet unter der schwächeren Nachfrage nach mobilen Geräten. Am unteren Ende des Marktes – etwa bei USB-Sticks oder Speicherkarten – stockt der Absatz ebenfalls, da Hersteller die höheren Einkaufspreise kaum an Endkunden weitergeben können.

Für PC-Bastler bedeutet dies: Eine spürbare Entlastung der Speicherpreise ist vorerst nicht in Sicht. Solange die AI-Industrie Priorität genießt, bleiben die Lieferengpässe bestehen. Doch die Zeichen auf dem Verbrauchermarkt deuten darauf hin, dass die Preisspirale nicht endlos weiterdrehen kann – auch wenn die vollständige Normalisierung noch Jahre dauern könnte.

Die kommenden Quartale werden zeigen, ob die Speicherhersteller ihre Produktionsstrategien anpassen oder ob die Konsumentennachfrage weiter einbrechen wird. Eines ist jedoch sicher: Der Speichermarkt bleibt ein Spiegel der technologischen Prioritäten – und AI steht weiterhin an erster Stelle.

KI-Zusammenfassung

2026’nın üçüncü çeyreğinde bellek fiyatlarındaki artış yavaşlasa da AI talebi DRAM ve NAND fiyatlarını yüksek tutuyor. Tüketici elektroniği üreticilerinin artık maliyetleri karşılayamamasıyla fiyat baskısı hafifliyor.

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