iToverDose/Hardware· 25 JUNI 2026 · 14:04

Qualcomm bringt China-Chips mit angepassten KI-Beschleunigern auf den Markt

Qualcomm plant den Verkauf von Datenzentrums-Chips in China, die streng nach US-Exportvorgaben konzipiert sind. Die neuen Dragonfly-Produkte könnten trotz Handelsbeschränkungen eine Chance im umkämpften Markt bieten.

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Qualcomm setzt mit einer neuen Strategie auf den chinesischen Datenzentrumsmarkt – und setzt dabei auf angepasste Hardware, die den strengen US-Exportbestimmungen entspricht. Wie CEO Cristiano Amon auf dem Investorentag in New York bekannt gab, werden alle vier Produktlinien der Dragonfly-Serie für den chinesischen Markt adaptiert. Diese umfassen KI-Beschleuniger, Server-CPUs, maßgeschneiderte Siliziumlösungen und Connectivity-Chips. Besonders hervorzuheben sind die KI-Beschleuniger, die gezielt so gestaltet wurden, dass sie die Exportgrenzen einhalten.

Chinas strenge Regeln zwingen Qualcomm zu Kompromissen

China war 2025 für 46 % des Umsatzes von Qualcomm verantwortlich – fast ausschließlich durch Smartphone-Chips. Doch der Datenzentrumsmarkt stellt das Unternehmen vor neue Herausforderungen, da die Regierung lokale Produktion fördert und ausländische Chiphersteller unter Druck setzt. Seit Oktober 2024 läuft eine Kartelluntersuchung gegen Qualcomms Übernahme von Autotalks, und gleichzeitig wird von chinesischen Unternehmen verlangt, mindestens 50 % ihrer Chips lokal zu beziehen. Alibaba, ByteDance und Tencent setzen bereits auf Huawei und Cambricon.

Diese protektionistischen Maßnahmen haben bereits die Exportstrategien anderer Unternehmen wie Nvidia getroffen. Der speziell für China entwickelte H20-Beschleuniger von Nvidia erzielte Ende 2024 lediglich rund 50 Millionen US-Dollar Umsatz. CEO Jensen Huang räumte ein, dass Nvidia in China praktisch keine Marktanteile mehr hält. Qualcomm versucht nun, diesen Fehler zu vermeiden, indem es Chips anbietet, die ab dem Geschäftsjahr 2027 verfügbar sein sollen – also zu einem Zeitpunkt, an dem Huawei und Cambricon ihre Produktion bereits deutlich hochgefahren haben dürften.

Technische Innovationen als Wettbewerbsvorteil

Ein zentraler Unterschied zu den Lösungen von Nvidia und AMD liegt in Qualcomms Near-Memory-Design namens HBC, das im neuen KI-Beschleuniger AI250 zum Einsatz kommt. Statt auf teure und schwer verfügbare HBM-Speicherchips (High Bandwidth Memory) zu setzen, nutzt Qualcomm eine effizientere Architektur, die höhere Bandbreite pro Watt bietet und gleichzeitig die Exportbeschränkungen einhält. Der AI250 soll bereits 2025 angekündigt werden und könnte damit einen zeitlichen Vorsprung vor der Konkurrenz haben.

Die Dragonfly-Serie umfasst zudem den AI350, der für komplexere Inferenzaufgaben optimiert ist. Beide Beschleuniger sollen in China angeboten werden, sobald die technischen und rechtlichen Hürden geklärt sind. Qualcomm betont, dass alle Produktlinien den Exportrichtlinien entsprechen und somit für den chinesischen Markt zugelassen sind.

Marktchancen trotz regulatorischer Hürden

Trotz der Herausforderungen sieht Qualcomm großes Potenzial in China. Das Unternehmen erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von 300 Millionen US-Dollar im Datenzentrumsbereich und prognostiziert für 2027 einen Anstieg auf 5 Milliarden US-Dollar. Bis 2029 könnte der gesamte adressierbare Markt ein Volumen von über einer Billion US-Dollar erreichen. Qualcomms bestehende Partnerschaften mit chinesischen Smartphone- und Automobilherstellern könnten dabei als Sprungbrett dienen, um auch im Servermarkt Fuß zu fassen.

Allerdings bleibt unklar, ob chinesische Kunden bereit sind, auf Qualcomms Lösungen zu setzen, da die Regierung weiterhin auf heimische Anbieter setzt. Der Erfolg hängt davon ab, ob es Qualcomm gelingt, Vertrauen in die technische Zuverlässigkeit und Compliance seiner Chips aufzubauen – trotz der politischen Spannungen zwischen den USA und China.

Langfristig könnte diese Strategie jedoch nicht nur den Zugang zum chinesischen Markt sichern, sondern auch Qualcomms Position als globaler Anbieter von KI-Infrastruktur stärken.

KI-Zusammenfassung

Qualcomm, ABD ihracat kısıtlamalarına uygun Dragonfly veri merkezi çiplerini Çin’e sunmaya hazırlanıyor. AI250 hızlandırıcılarının yerel pazarda nasıl bir etki yaratacağı merak konusu.

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