iToverDose/Technologie· 15 MAI 2026 · 13:01

X verschärft Maßnahmen gegen Hass und Terrorinhalte in Großbritannien

Die britische Medienaufsicht Ofcom akzeptiert neue Selbstverpflichtungen von X. Die Plattform will illegale Hass- und Terrorinhalte gezielter bekämpfen – mit schnelleren Löschfristen und gezielten Sperren für britische Accounts. Wie sieht das konkret aus?

The Verge3 min0 Kommentare

Die britische Regulierungsbehörde Ofcom hat heute eine historische Vereinbarung mit der Social-Media-Plattform X bekannt gegeben. Im Mittelpunkt stehen strengere Maßnahmen gegen illegale Hasskommentare und terroristische Inhalte, die gezielt britische Nutzer treffen könnten. Die neuen Selbstverpflichtungen von X sollen die Sicherheit auf der Plattform erhöhen und gleichzeitig den gesetzlichen Anforderungen des britischen Online-Sicherheitsgesetzes entsprechen.

Schnellere Entfernung und gezielte Sperren

Laut der Vereinbarung wird X in Großbritannien Accounts sperren, die nachweislich von britischen Terrorgruppen betrieben werden und illegale terroristische Inhalte verbreiten. Zusätzlich verpflichtet sich das Unternehmen, mindestens 85 % aller gemeldeten Hass- und Terrorinhalte innerhalb von maximal 48 Stunden zu prüfen und gegebenenfalls zu entfernen. Diese Frist gilt als Meilenstein, da sie deutlich kürzer ist als die bisher üblichen Bearbeitungszeiten bei vielen großen Plattformen. Nutzer können verdächtige Inhalte weiterhin über standardisierte Meldeformulare an X weiterleiten, doch die Plattform übernimmt nun eine aktivere Rolle bei der inhaltlichen Bewertung.

Ein zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die Zusammenarbeit mit externen Experten. X wird sich an der Weiterentwicklung von Melde- und Bewertungssystemen beteiligen, die speziell auf die Erkennung von Hassrede und terroristischen Inhalten zugeschnitten sind. Diese Experten kommen aus den Bereichen Menschenrechte, Sicherheit und digitaler Rechtsextremismusforschung. Die Plattform nutzt dabei sowohl automatisierte Tools als auch menschliche Moderatoren, um die Genauigkeit der Entscheidungen zu erhöhen. Laut Ofcom sollen diese Maßnahmen dazu beitragen, die Verbreitung schädlicher Inhalte nicht nur zu verlangsamen, sondern langfristig zu verhindern.

Regelmäßige Berichterstattung und Transparenz

Ein weiterer wichtiger Punkt der Vereinbarung ist die quartalsweise Berichterstattung. X verpflichtet sich, der britischen Regulierungsbehörde Ofcom alle drei Monate detaillierte Daten über die Effektivität der neuen Maßnahmen vorzulegen. Dazu gehören unter anderem:

  • - Die Anzahl der gemeldeten und entfernten Inhalte
  • - Die durchschnittliche Bearbeitungszeit pro Meldung
  • - Die Anzahl der gesperrten Accounts oder Inhalte
  • - Die Rückmeldungen von Nutzern zur Wirksamkeit der Maßnahmen

Diese Transparenz soll sicherstellen, dass die Plattform ihre Zusagen einhält und bei Bedarf nachbessert. Ofcom behält sich vor, bei Nichteinhaltung der Vereinbarung weitere rechtliche Schritte einzuleiten. Die Regulierungsbehörde betont, dass die neuen Regeln nicht nur auf Terrorinhalte beschränkt sind, sondern auch Hassrede im Allgemeinen umfassen, die gegen britische Gesetze verstößt.

Herausforderungen und Kritikpunkte

Trotz der Fortschritte gibt es weiterhin Bedenken hinsichtlich der Umsetzung. Kritiker weisen darauf hin, dass die automatisierten Systeme von X in der Vergangenheit häufig falsche Entscheidungen getroffen haben, insbesondere bei der Bewertung von Satire oder politischen Meinungsäußerungen. Die Zusammenarbeit mit externen Experten soll diese Probleme zwar mindern, doch bleibt abzuwarten, wie effektiv die neuen Maßnahmen tatsächlich sind. Zudem stellt sich die Frage, ob die 48-Stunden-Frist in der Praxis immer eingehalten werden kann, insbesondere bei komplexen Fällen oder einer hohen Anzahl an Meldungen.

Die britische Regierung begrüßt die Vereinbarung als wichtigen Schritt zur Bekämpfung von Hass im Netz. Gleichzeitig wird betont, dass weitere Maßnahmen erforderlich sein könnten, um die Sicherheit aller Nutzer zu gewährleisten. Die Plattform X steht nun unter besonderer Beobachtung – sowohl von Seiten der Aufsichtsbehörden als auch der Öffentlichkeit.

Ausblick: Was bedeutet das für Nutzer und Plattformen?

Die neuen Verpflichtungen von X könnten Signalwirkung für andere Social-Media-Plattformen haben. Sollte sich das Modell als erfolgreich erweisen, könnten ähnliche Vereinbarungen auch in anderen Ländern oder für andere Plattformen folgen. Für Nutzer in Großbritannien bedeutet dies eine potenziell sicherere Online-Umgebung, allerdings bleibt abzuwarten, wie konsequent die Maßnahmen umgesetzt werden. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Plattform die hohen Erwartungen erfüllen kann und ob die Zusammenarbeit mit Experten zu einer nachhaltigen Verbesserung führt.

KI-Zusammenfassung

X, İngiltere’nin dijital güvenlik düzenleyicisi Ofcom’un talepleri doğrultusunda, terör ve nefret içeriklerine karşı yeni koruma tedbirleri uygulamayı kabul etti. Peki, bu adımlar neleri içeriyor ve kullanıcılar için ne anlama geliyor?

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