iToverDose/Technologie· 6 JULI 2026 · 15:03

Wie UTA die Wirtschaft der Kreativen neu definiert: Agenten als Erfolgsarchitekten

UTA formt mit seiner Creators-Division die Zukunft der digitalen Wirtschaft: Wie Agenten wie Ali Berman und Raina Penchansky Talente zu Marken aufbauen und aus Influencern Unternehmer machen.

The Verge3 min0 Kommentare

Die Wirtschaft der Kreativen ist heute mehr als Likes und Views – sie ist ein milliardenschweres Ökosystem, das von Agenturen wie der United Talent Agency (UTA) geprägt wird. In Cannes diskutierten die Köpfe hinter UTA Creators, Ali Berman und Raina Penchansky, wie sie aus Content-Erstellern nachhaltige Unternehmen formen.

Die unsichtbaren Architekten des digitalen Ruhms

UTA ist längst kein klassisches Hollywood-Talentbüro mehr. Die 2004 gegründete Creators-Division markiert einen Wendepunkt: Sie hat aus YouTubern, TikTokern und Podcastern globale Marken geformt. Berman, seit 16 Jahren bei UTA, begann seine Karriere in der traditionellen Film- und TV-Welt. Doch schon früh erkannte er das Potenzial des Internets als direkten Vertriebsweg – lange bevor Algorithmen und Monetarisierung zum Standard wurden.

"Wir haben damals Künstler begleitet, die ihre Communitys selbst aufbauten", erklärt Berman. "Diese Pioniere gingen direkt zum Endkunden – ohne Umwege über Studios oder Sender. Das war revolutionär." Die Division startete als Sammelbecken für nicht-traditionelle Talente und wuchs durch strategische Zukäufe. Heute vereint sie Gaming, Audio und Social Media unter einem Dach.

Raina Penchansky, Mitgründerin der Digital Brand Architects (DBA) und seit 2024 Co-Leiterin der Creators-Division, bringt eine andere Perspektive ein. Ihr Fokus lag auf der Kommerzialisierung von Communitys – noch bevor Instagram die Welt veränderte. "Früher kannten Marken nur die klassische Top-down-Kommunikation", sagt sie. "Doch dann entstanden diese Mikro-Medien, die ihre Zielgruppen direkt erreichten – ohne Mittelsmänner."

Vom Content zur Marke: Der Sprung in die Produktwelt

Die größten Erfolge der Creators-Division basieren auf einem Prinzip: Aus reinen Unterhaltern werden Unternehmer. Beispiele wie Charli D’Amelio (Modekollektionen), Markiplier (Gaming-Zubehör) oder Emma Chamberlain (Kaffee-Marken) zeigen, wie UTA Talente in Produktentwickler verwandelt.

"Nicht jeder Creator kann diesen Sprung schaffen", betont Penchansky. "Es geht nicht nur um Reichweite, sondern um Marktverständnis und Teamaufbau." UTA unterstützt dabei mit:

  • Markenstrategie: Von der Positionierung bis zur Zielgruppenanalyse
  • Produktentwicklung: Zusammenarbeit mit Designern und Herstellern
  • Vertriebspartnerschaften: Etablierung in Einzelhandel und Online-Marktplätzen
  • Skalierung: Aufbau von internen Teams für Logistik und Kundenservice

Berman ergänzt: "Wir behandeln unsere Klienten wie Startup-Gründer. Sie brauchen nicht nur Content, sondern auch eine Infrastruktur, die ihr Business trägt."

Ein Schlüsselfaktor ist die Diversifizierung der Einnahmequellen. Podcasts, Merchandise und exklusive Mitgliedschaften ergänzen Werbedeals und Sponsoring. "Die besten Creator verstehen, dass sie nicht von einer Plattform abhängig sein dürfen", so Penchansky.

KI und Plattformrisiken: Wie die Branche mit Unsicherheit umgeht

Die Zukunft der Kreativwirtschaft steht vor zwei großen Herausforderungen: künstliche Intelligenz und die volatile Dynamik sozialer Medien. Dennoch zeigen sich Berman und Penchansky gelassen.

"KI verändert die Spielregeln – aber sie schafft auch neue Chancen", erklärt Berman. UTA setzt auf Hybridmodelle, bei denen menschliche Kreativität mit KI-Tools kombiniert wird. Beispielsweise nutzt die Agentur KI für Content-Optimierung, behält aber die kreative Kontrolle bei den Talenten.

Penchansky ergänzt: "Plattformen wie TikTok oder YouTube sind mächtig, aber sie bleiben Werkzeuge. Der wahre Wert liegt in der direkten Beziehung zum Publikum – und die können wir nicht verlieren."

Ein konkretes Beispiel sind VTubers, virtuelle Influencer, die UTA vertritt. Sie zeigen, wie Technologie neue Formen der Interaktion ermöglicht – ohne dabei die menschliche Komponente zu verlieren.

Die neue Rolle der Agenturen: Mehr als nur Vermittler

Die Creators-Division von UTA beweist, dass Agenturen heute strategische Partner sind. Ihre Aufgaben gehen weit über Vertragsverhandlungen hinaus:

  • Talent-Identifikation: Frühzeitige Erkennung von aufstrebenden Stars
  • Risikomanagement: Schutz vor Plattformabhängigkeiten und Marktschwankungen
  • Langfristige Planung: Aufbau von Marken, die über virale Trends hinausgehen
  • Globalisierung: Erschließung internationaler Märkte für lokale Creator

"Unser Job ist es, aus Künstlern Unternehmer zu machen", fasst Berman zusammen. "Und das erfordert ein tiefes Verständnis für beide Welten – die kreative und die kommerzielle."

Die Kreativwirtschaft steht erst am Anfang ihrer Entwicklung. Agenturen wie UTA werden dabei eine zentrale Rolle spielen – nicht als Bremsklötze, sondern als Beschleuniger einer neuen Ära unternehmerischer Kreativität.

KI-Zusammenfassung

UTA’nın Yaratıcılar Bölümü liderleri Ali Berman ve Raina Penchansky, dijital içerik üreticilerinin nasıl markalaştığını ve milyon dolarlık işletmelere dönüştüğünü açıklıyor. Yapay zeka ve platform değişiklikleriyle nasıl başa çıkıyorlar?

Kommentare

00
KOMMENTAR SCHREIBEN
ID #TBVM5D

0 / 1200 ZEICHEN

Menschen-Check

6 + 5 = ?

Erscheint nach redaktioneller Prüfung

Moderation · Spam-Schutz aktiv

Noch keine Kommentare. Sei der erste.