iToverDose/Technologie· 1 JUNI 2026 · 19:32

US-Mediziner warnen vor Anpassung des Impfplans an dänisches Modell

Die US-amerikanische Ärztevereinigung warnt vor einer gefährlichen Anpassung des Impfplans an dänische Richtlinien. Kritiker sehen darin ein Risiko für die öffentliche Gesundheit und fordern Beweise für die geplante Reform.

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Die American Medical Association (AMA) hat scharf gegen einen neuen Vorstoß der US-Regierung protestiert: ein am Freitag unterzeichneter Erlass, der die Impfempfehlungen für Kinder in den USA stärker an dänische Richtlinien anpassen soll. Dänemark, ein Land mit universellem Gesundheitssystem, geringer Bevölkerungsdiversität und etwa der Einwohnerzahl Marylands, dient dabei als Vorbild – doch die medizinische Fachwelt sieht keine wissenschaftliche Grundlage für diesen Schritt.

Warum die AMA den dänischen Impfplan ablehnt

In einer deutlichen Stellungnahme bezeichnete AMA-Präsident Dr. Bobby Mukkamala die Pläne als wissenschaftlich nicht fundiert. "Es gibt keine glaubwürdigen wissenschaftlichen Belege, die diese Änderungen rechtfertigen", betonte er. Der aktuelle Impfplan der USA basiere auf jahrzehntelanger Forschung und realen Daten. Er sei speziell darauf ausgelegt, Kinder in den USA zu schützen – angepasst an die hiesige Krankheitslast und die Bedürfnisse des Gesundheitssystems. Eine Anpassung an dänische Standards würde diese sorgfältig entwickelte Strategie untergraben.

Die geplanten Änderungen im Detail

Die Reform sieht vor, die Zahl der empfohlenen Kinderimpfungen von derzeit 17 auf 11 zu reduzieren. Konkret würden folgende Impfungen gestrichen:

  • Rotavirus
  • COVID-19
  • Influenza (Grippe)
  • Meningokokken-Erkrankungen
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B

Diese Pläne gehen auf eine Ankündigung im Januar zurück, die der umstrittene Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. – bekannt für seine kritische Haltung gegenüber Impfungen – öffentlich machte. Hintergrund ist ein Erlass aus dem Dezember, der die USA dazu aufforderte, Impfempfehlungen an den „Best Practices aus entwickelten Peer-Ländern“ auszurichten. Dänemark wird dabei als Referenz genannt, obwohl das Land in puncto Bevölkerungsstruktur und Gesundheitssystem nur bedingt mit den USA vergleichbar ist.

Kritik aus der Wissenschaft und Politik

Die Ankündigung hat nicht nur bei Ärzten, sondern auch in der wissenschaftlichen Gemeinschaft für Empörung gesorgt. Viele Experten verweisen darauf, dass Dänemark zwar ein hohes Maß an medizinischer Versorgung bietet, jedoch aufgrund seiner homogenen Bevölkerung und der geringeren Krankheitslast in bestimmten Bereichen andere Prioritäten setzen kann. Die USA hingegen müssen eine deutlich vielfältigere Bevölkerung versorgen, die unterschiedlichen Infektionsrisiken ausgesetzt ist.

Kritiker des Plans befürchten, dass die Reduzierung der Impfempfehlungen zu einem Anstieg vermeidbarer Krankheiten führen könnte. Besonders besorgniserregend ist die Streichung der COVID-19-Impfung, die in den letzten Jahren eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Pandemie gespielt hat. Auch die Hepatitis-B-Impfung, die Säuglinge vor einer lebenslangen Infektion schützt, würde entfallen – ein Schritt, der aus medizinischer Sicht schwer nachvollziehbar ist.

Was kommt als Nächstes?

Die AMA und andere medizinische Verbände fordern die Regierung auf, ihre Pläne zu überdenken und wissenschaftliche Belege für die geplanten Änderungen vorzulegen. Sollte der Erlass umgesetzt werden, könnte dies langfristige Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit in den USA haben. Eltern, Ärzte und Gesundheitsbehörden stehen vor der Herausforderung, sich auf mögliche Veränderungen vorzubereiten – während gleichzeitig die Debatte über die Vertrauenswürdigkeit von Impfempfehlungen weiter eskaliert.

KI-Zusammenfassung

ABD Başkanı Trump'ın Danimarka’nın aşı önerilerini model alan kararnameye tıp camiasından sert tepki geldi. AMA ve diğer sağlık kuruluşları, bilimsel temeli olmayan bu adımın çocuk sağlığına zarar vereceği uyarısında bulundu.

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