iToverDose/Technologie· 27 APRIL 2026 · 20:00

Steam Controller von Valve: Ein Gamepad mit klarem Ziel – aber ohne universelle Nutzung

Das Steam Controller von Valve richtet sich nicht an alle Spieler, sondern an eine spezielle Nische: Es ist ein Gamepad, das ausschließlich mit Steam kompatibel ist. Mit präzisen Trackpads und langer Akkulaufzeit will Valve den Heimkino-Gaming-Markt erobern – doch der Erfolg hängt vom Steam Machine-Projekt ab.

Engadget3 min0 Kommentare

Valve hat mit dem Steam Controller ein Gamepad entwickelt, das sich klar von herkömmlichen Controllern abgrenzt. Es ist nicht für den universellen Einsatz auf PCs, Smartphones oder Konsolen gedacht, sondern ausschließlich für Spiele in der Steam-Umgebung. Diese Einschränkung mag auf den ersten Blick seltsam wirken, doch sie ist Teil einer größeren Strategie von Valve. Denn das Steam Controller soll vor allem mit der noch nicht erschienenen Steam Machine harmonieren – einer Kompaktkonsole, die PC-Gaming auf den Fernseher bringen soll.

Das Steam Controller ist das Ergebnis von über einem Jahrzehnt Forschung und Entwicklung. Seit der ersten Ankündigung im Jahr 2013 hat Valve verschiedene Prototypen getestet, bis 2022 schließlich das Steam Deck auf den Markt kam. Das Steam Controller ist ein direkter Nachfolger dieser Entwicklungslinie und soll als eigenständiges Produkt fungieren, während es gleichzeitig auf die Steam Machine vorbereitet. Der offizielle Verkaufsstart des Controllers ist für den 4. Mai angesetzt, und der Preis liegt bei 99 Euro.

Technische Features: Präzision und innovative Bedienelemente

Das Design des Steam Controllers fällt durch seine ungewöhnliche Form auf. Es erinnert an klassische Gamepads wie den Duke von Microsoft, ist aber deutlich schlanker und leichter. Zwei quadratische Trackpads ersetzen die traditionellen Analogsticks und bieten eine präzise Steuerung, die besonders in Strategiespielen oder Simulationen überzeugt. Die Trackpads sind hochsensibel und reagieren selbst auf minimale Fingerbewegungen mit einer fast hypnotischen Präzision – ähnlich wie bei den Trackpads des Steam Decks.

Unter der Haube setzt Valve auf Tunnel-Magnetoresistenz-Joysticks (TMR), eine Weiterentwicklung der Hall-Effekt-Sticks. Diese Technik eliminiert das Problem des Joystick-Drifts und sorgt für eine langfristig stabile Steuerung. In Tests mit verschiedenen Genres, darunter kompetitive Ego-Shooter wie Overwatch, zeigte sich das Steam Controller als zuverlässig und präzise. Im direkten Vergleich mit dem Razer Wolverine V3 Pro – einem hochpreisigen Konkurrenten mit Hall-Effekt-Technologie – konnte das Steam Controller in Sachen Genauigkeit mithalten. Allerdings fehlen ihm einige Features des Razer-Controllers, wie etwa austauschbare Mikroschalter oder eine besonders gummiartige Oberfläche.

Lade- und Verbindungssystem: Ein cleveres Extra

Ein besonderes Highlight des Steam Controllers ist sein Lade- und Verbindungspuck. Dieses kleine Gerät verbindet sich per USB mit dem PC oder der Steam Deck und ermöglicht eine stabile drahtlose Verbindung. Der Puck klickt magnetisch an der Unterseite des Controllers fest – ein Detail, das nicht nur praktisch, sondern auch optisch ansprechend ist. Zudem unterstützt der Puck die gleichzeitige Nutzung von zwei Steam Controllern.

Die Verbindung kann wahlweise per Bluetooth, USB-Kabel oder über den Puck hergestellt werden. Bluetooth eignet sich vor allem für mobile Geräte oder die Nutzung mit dem Steam Link, hat jedoch die höchste Latenz. Der Puck hingegen sorgt für eine latenzfreie Verbindung, selbst über größere Distanzen. Valve gibt an, dass der Controller mit einer vollen Ladung bis zu 35 Stunden Spielzeit ermöglicht. In Tests konnte diese Angabe bestätigt werden: Selbst nach mehreren Stunden Nutzung lag der Akkustand noch bei über 50 Prozent.

Integration in Steam: Kein Gamepad für alle Spiele

Ein entscheidender Punkt beim Steam Controller ist seine Abhängigkeit von der Steam-Plattform. Um das Gamepad nutzen zu können, muss Steam auf dem Gerät installiert sein. Spiele aus anderen Quellen lassen sich zwar ebenfalls nutzen, müssen jedoch zunächst in die Steam-Bibliothek importiert werden. Diese Einschränkung könnte für einige Nutzer ein Hindernis darstellen.

Beim Starten des Controllers mit dem Steam-Logo wird das Gamepad aktiviert, und ein doppeltes Drücken des Power-Buttons startet Steam im Big-Picture-Modus. Diese enge Integration macht das Steam Controller zu einem nahtlosen Bestandteil des Valve-Ökosystems. Wer bereits mit dem Steam Deck vertraut ist, wird sich schnell an die Bedienung gewöhnen.

Fazit: Ein Gamepad mit klarem Fokus – aber unsicherer Zukunft

Das Steam Controller ist kein universell einsetzbares Gamepad, sondern ein Produkt mit einem klaren Ziel: die Vorbereitung auf die Steam Machine. Mit seinen präzisen Trackpads, der langen Akkulaufzeit und der nahtlosen Integration in Steam bietet es eine interessante Alternative für Spieler, die ihr Gaming-Erlebnis auf den Fernseher verlagern möchten. Allerdings hängt der Erfolg des Controllers stark davon ab, ob und wann die Steam Machine tatsächlich auf den Markt kommt.

Valve setzt mit diesem Gamepad auf eine Nische, die bisher wenig beachtet wurde. Ob sich diese Strategie auszahlt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Bis dahin bleibt das Steam Controller ein interessantes Experiment – und ein vielversprechender Schritt in Richtung einer neuen Ära des Gaming.

KI-Zusammenfassung

Valve’ın Steam Kontrolcüsü, sadece Steam oyunlarıyla uyumlu olan yenilikçi bir oyun denetleyicisidir. Uzun pil ömrü, hassas trackpad’ler ve manyetik şarj cihazıyla ev oyun deneyimini nasıl değiştiriyor? Detaylı inceleme.

Kommentare

00
KOMMENTAR SCHREIBEN
ID #3WB7QS

0 / 1200 ZEICHEN

Menschen-Check

6 + 5 = ?

Erscheint nach redaktioneller Prüfung

Moderation · Spam-Schutz aktiv

Noch keine Kommentare. Sei der erste.