Seit Jahren hatte ich Siri auf meinem Mac deaktiviert und nie vermisst. Auch die Apple Intelligence-Funktionen brachten mich nicht zum Umdenken. Doch die neu angekündigte Siri AI in macOS 27 "Golden Gate" könnte diese Einstellung langsam ändern – zumindest nach den ersten 24 Stunden als Tester.
Die Siri AI befindet sich noch in einer frühen Entwicklerversion und hat entsprechend wenig Zeit gehabt, sich in mein System zu integrieren. Auf dem Testgerät – einem M5 MacBook Air sowie einem M5 Max MacBook Pro – läuft die KI noch in einer Vorabversion, die später in diesem Jahr veröffentlicht werden soll. Ob sie bereits alle meine Dateien und Ordner indexiert hat, ist unklar. Doch die ersten Interaktionen zeigen: Hier könnte mehr möglich sein als bei den bisherigen Sprachassistenten von Apple.
Warum Siri AI jetzt anders wirkt als früher
Die größte Veränderung liegt nicht in der Technologie selbst, sondern in der Art und Weise, wie sie genutzt wird. Früher war Siri vor allem ein Werkzeug für einfache Befehle wie "Öffne Safari" oder "Welches Wetter ist heute?". Die neue Siri AI geht darüber hinaus und versucht, kontextbezogene Aufgaben zu übernehmen. Ein Beispiel: Statt nur nach einem Dokument zu suchen, kann sie nun Fragen wie "Zeige mir alle Rechnungen von vor drei Monaten an, die noch nicht bezahlt wurden" verstehen und ausführen.
Doch die Umsetzung ist noch nicht perfekt. In meinen ersten Tests reagierte die KI manchmal zu langsam oder lieferte unvollständige Antworten. Das könnte daran liegen, dass sie noch dabei ist, meine lokalen Daten zu scannen und zu verstehen. Apple betont, dass es sich um eine frühe Version handelt, die noch viele Verbesserungen durchlaufen wird, bevor sie für alle Nutzer verfügbar ist.
Datenschutz und lokale Verarbeitung im Fokus
Ein zentraler Punkt bei der neuen Siri AI ist die Betonung auf Datenschutz. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten setzt Apple weiterhin auf lokale Verarbeitung der Daten. Das bedeutet, dass viele Anfragen direkt auf dem Gerät ausgeführt werden, ohne dass Daten in die Cloud gesendet werden müssen. Das ist besonders für Nutzer relevant, die sensible Informationen auf ihrem Mac speichern.
Allerdings gibt es auch hier Grenzen. Komplexe Anfragen oder solche, die auf externe Dienste zugreifen müssen, werden weiterhin über die Cloud bearbeitet. Apple versichert, dass auch in diesen Fällen der Datenschutz gewährleistet bleibt, indem die Daten verschlüsselt übertragen und verarbeitet werden.
Was fehlt noch – und was schon überzeugt
Nach den ersten Stunden mit Siri AI fallen mir drei Dinge besonders auf:
- Positiv: Die Integration in macOS ist nahtlos. Die KI ist tief in das Betriebssystem eingebettet und kann direkt aus der Menüleiste oder per Tastenkombination aufgerufen werden. Das macht sie zu einem echten Werkzeug für den Arbeitsalltag.
- Positiv: Die Sprachverarbeitung wirkt natürlicher. Früher musste man oft sehr präzise formulieren, um verstanden zu werden. Jetzt erkennt Siri AI auch umgangssprachliche Formulierungen besser.
- Negativ: Die Antwortzeiten sind noch unberechenbar. Mal reagiert die KI sofort, mal dauert es mehrere Sekunden, bis sie eine Antwort liefert. Das könnte an der noch nicht abgeschlossenen Indexierung liegen.
- Negativ: Nicht alle Befehle werden zuverlässig ausgeführt. Besonders bei komplexen Anfragen oder solchen, die auf mehrere Systeme zugreifen müssen, kommt es zu Fehlern.
Ein erster Schritt – mit viel Potenzial
Siri AI auf dem Mac ist noch lange nicht fertig. Doch die ersten Eindrücke zeigen, dass Apple hier einen wichtigen Schritt in Richtung intelligenterer Sprachassistenten gemacht hat. Die Kombination aus lokaler Verarbeitung, nahtloser Integration und natürlicherer Sprachverarbeitung könnte tatsächlich dazu führen, dass ich Siri wieder aktiviere – zumindest für bestimmte Aufgaben.
Ob die finale Version hält, was sie verspricht, wird sich zeigen. Bis dahin bleibt abzuwarten, wie schnell Apple die noch bestehenden Probleme beheben kann. Eines ist jedoch sicher: Die Konkurrenz schläft nicht. Microsoft mit seinem Copilot und Google mit seinen KI-Funktionen im Chrome-Betriebssystem werden nicht tatenlos zusehen, während Apple seine Sprachassistenten aufrüstet.
Für Nutzer, die bisher wenig von Siri gehalten haben, könnte die neue Version also tatsächlich ein Grund sein, noch einmal genauer hinzuschauen. Vielleicht ist 2025 das Jahr, in dem Siri AI endlich den Durchbruch schafft.
KI-Zusammenfassung
macOS 27 Golden Gate’in yeni Siri AI’sinin ilk 24 saatlik kullanım deneyimi. Dosya indeksleme, sesli komutlar ve Apple Intelligence karşılaştırması. Detaylı inceleme.