AMDs neue Grafikkartengeneration RX 9070 XT bringt nicht nur reine Rechenleistung mit, sondern auch innovative Features zur Verbesserung des Spielerlebnisses. Eines der vielversprechendsten ist Advanced Shader Delivery (ASD), das gezielt Ladezeiten verkürzt und die Stabilität der Framerates in anspruchsvollen Szenen erhöht. In einer Praxisstudie von Tom's Hardware wurde das Potenzial des Systems in sechs aktuellen Titeln unter die Lupe genommen – mit verblüffenden Ergebnissen.
Was bedeutet Advanced Shader Delivery (ASD) eigentlich?
Advanced Shader Delivery ist eine von AMD entwickelte Technologie, die während des Spielstarts oder nach einem Szenenwechsel vorkomputierte Shader-Daten effizienter an die GPU überträgt. Shader-Daten sind für die Berechnung von Beleuchtung, Texturen und Spezialeffekten verantwortlich und werden normalerweise bei jedem Ladevorgang neu generiert. ASD nutzt hierfür einen intelligenten Vorab-Cache, der diese Daten bereits vorberechnet und bei Bedarf blitzschnell bereitstellt. Dadurch entfällt das sonst übliche Warten auf die Shader-Kompilierung, was zu spürbar schnelleren Ladezeiten führt.
Die Technologie ist besonders für Open-World-Spiele oder Titel mit häufigen Szenenwechseln relevant, da sie die sonst typischen "Stotterphasen" nach einem Level-Wechsel minimiert. Laut AMD soll ASD nicht nur die Ladeperformance verbessern, sondern auch die 1%-Low-FPS-Werte stabilisieren – ein oft unterschätzter Faktor für ein flüssiges Spielerlebnis.
Testaufbau: Sechs Spiele, klare Messergebnisse
Tom's Hardware führte die Tests mit der RX 9070 XT in sechs verschiedenen Titeln durch, darunter moderne AAA-Produktionen und kompetitive Online-Spiele. Die Hardwarekonfiguration umfasste eine Ryzen 7 7800X3D als CPU und 32 GB DDR5-RAM bei 6.000 MHz. Die Spiele wurden mit den jeweiligen Hersteller-Empfehlungen getestet, wobei die Auflösung konstant bei 1440p lag.
Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild:
- Ladezeiten: Die Verbesserungen reichten von 45 % bis zu 95 %, je nach Titel. Besonders stark profitierten Spiele mit vielen Shader-Wechseln wie Starfield oder Cyberpunk 2077, die in früheren Tests noch deutliche Ladeverzögerungen aufwiesen.
- 1%-Low-FPS: Hier wurden Steigerungen von bis zu 33 % gemessen. Titel wie Forza Horizon 5 zeigten nach einem Szenenwechsel deutlich stabilere Framerates, was zu einem gleichmäßigeren Spielerlebnis beitrug.
- Durchschnittliche FPS: Die framebasierten Werte blieben in den meisten Titeln weitgehend unverändert, was darauf hindeutet, dass ASD primär die Konsistenz und nicht die absolute Spitzenleistung verbessert.
Einige Spiele wie Alan Wake 2 oder Hogwarts Legacy profitierten besonders von der Technologie, während andere Titel wie Call of Duty: Modern Warfare III nur moderate Verbesserungen zeigten. Dies unterstreicht, dass die Effektivität von ASD stark vom Spiel-Engine-Design abhängt.
Technische Details: Wie ASD im Hintergrund arbeitet
AMD setzt bei ASD auf eine Kombination aus Hardware- und Software-Optimierungen. Die RX 9070 XT nutzt hierfür die RDNA 4-Architektur, die verbesserte Shader-Pipelines und eine effizientere Speicheranbindung bietet. Der Clou liegt jedoch in der intelligenten Vorabverarbeitung:
- Shader-Precompilation: Vor dem eigentlichen Spielstart oder Level-Wechsel werden Shader-Daten in einem temporären Speicher abgelegt. Dieser Prozess läuft parallel zur Systeminitialisierung und nimmt keine spürbare Zeit in Anspruch.
- Dynamische Cache-Nutzung: Der ASD-Cache passt sich automatisch an die genutzten Spiele an. Werden Shader-Daten seltener benötigt, werden sie aus dem Cache entfernt, um Speicherplatz freizugeben. Bei häufigen Wechseln bleibt der Cache hingegen aktiv.
- Kompatibilität: ASD ist abwärtskompatibel und funktioniert auch mit älteren Titeln, die nicht speziell für RDNA 4 optimiert wurden. Allerdings sind die größten Verbesserungen in modernen Engines wie Unreal Engine 5 oder id Tech 7 zu erwarten.
Für Entwickler stellt AMD ein SDK bereit, das die Integration von ASD in neue Titel vereinfacht. Einige Studios haben bereits angekündigt, die Technologie in zukünftigen Updates zu unterstützen.
Fazit: ASD als Game-Changer für AMD-Nutzer?
Die Testergebnisse von Tom's Hardware belegen, dass Advanced Shader Delivery ein echtes Alleinstellungsmerkmal der RX 9070 XT ist. Besonders in Open-World-Spielen oder Titeln mit häufigen Szenenwechseln macht sich der Unterschied deutlich bemerkbar. Während die absoluten FPS-Werte oft nur marginal steigen, profitieren vor allem die Konsistenz und das subjektive Spielerlebnis.
Langfristig könnte ASD zum Standard für zukünftige AMD-Grafikkarten werden. Ob die Technologie auch in älteren Modellen nachgerüstet werden kann, ist noch unklar – hier sind offizielle Stellungnahmen von AMD abzuwarten. Für Enthusiasten, die Wert auf ein optimiertes Spielerlebnis legen, lohnt sich die RX 9070 XT jedoch definitiv, besonders wenn sie häufig zwischen Szenen oder Welten wechseln.
In den kommenden Monaten werden weitere Tests zeigen, wie sich ASD in noch mehr Titeln bewährt. Eines ist jedoch schon jetzt klar: AMD hat mit dieser Technologie einen wichtigen Schritt in Richtung nutzerzentrierter Hardware gemacht.
KI-Zusammenfassung
ASD, oyun yüklenme sürelerini azaltmak ve 1% düşük FPS'yi geliştirmek için geliştirilen bir teknolojidir. RX 9070 XT üzerinde test edildi ve önemli performans artışı sağladı



