iToverDose/Technologie· 25 JUNI 2026 · 16:39

Polestar darf ab 2027 keine neuen E-Autos mehr in den USA verkaufen

Die US-Regierung verweigert Polestar die Genehmigung für neue Modelle ab 2027. Grund ist eine umstrittene Sicherheitsregel zu chinesischen Technologieanteilen in Elektroautos. Was bedeutet das für Kunden und die Zukunft der Marke?

Ars Technica2 min0 Kommentare

Die Zukunft des schwedisch-chinesischen Elektroautoherstellers Polestar in den Vereinigten Staaten steht vor einer radikalen Zäsur. Wie das Unternehmen heute mitteilte, hat das US-Handelsministerium die Einfuhr neuer Polestar-Modelle ab dem Modelljahr 2027 untersagt. Die Entscheidung basiert auf einer umstrittenen Sicherheitsverordnung, die mit chinesischen Technologieanteilen in vernetzten Fahrzeugen begründet wird.

Polestar betont, dass die bestehenden Lagerbestände des Polestar 3 und Polestar 4 weiterhin verkauft und vorhandene Kunden weiterhin über das Service-Netzwerk betreut werden. Doch für kommende Modelle wie den Polestar 5 oder den Polestar 6 Roadster sieht es düster aus: Sie werden voraussichtlich nicht mehr den amerikanischen Markt erreichen. Die Gründe dafür liegen in der Eigentümerstruktur des Unternehmens. Polestar wurde vor einigen Jahren als reine Elektroauto-Marke aus dem Volvo-Konzern ausgegründet. Volvo gehört wiederum zur Zhejiang Geely Holding, einem chinesischen Konzern, der auch Hersteller wie Lynk & Co oder Zeekr kontrolliert.

Erst vor wenigen Wochen hatte die US-Regierung Volvo die Genehmigung erteilt, ab 2027 Fahrzeuge in den USA zu verkaufen – trotz chinesischer Muttergesellschaft. Polestar hatte damals gegenüber Ars Technica betont, in enger Abstimmung mit den US-Behörden an der Erfüllung der regulatorischen Vorgaben zu arbeiten. Diese Bemühungen scheinen nun erfolglos geblieben zu sein.

Warum die neue Regelung Polestar besonders hart trifft

Die Entscheidung des Handelsministeriums ist Teil einer umfassenderen Sicherheitsstrategie der US-Regierung. Ziel ist es, den Einfluss chinesischer Technologie in vernetzten Fahrzeugen einzudämmen. Als Begründung wird auf mögliche Spionage- oder Sabotagerisiken verwiesen, die von Software und Hardware aus China ausgehen könnten. Doch die Regelung trifft nicht alle Hersteller gleichermaßen. Während Volvo trotz chinesischer Beteiligung grünes Licht erhielt, wird Polestar nun hart bestraft.

Ein zentraler Unterschied könnte in der Herkunft der Software und der Datenverarbeitung liegen. Polestar nutzt für seine vernetzten Funktionen Technologien, die direkt aus China stammen könnten. Volvo hingegen setzt möglicherweise auf andere Systeme oder hat bereits Lösungen entwickelt, die den US-Anforderungen entsprechen. Die genauen Kriterien der Genehmigungsbehörde bleiben jedoch intransparent.

Was bedeutet das für bestehende und zukünftige Polestar-Kunden?

Für Kunden, die bereits ein Polestar 3 oder 4 besitzen, ändert sich zunächst nichts. Polestar garantiert die Weiterführung des Service und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Doch wer sich auf neue Modelle wie den Polestar 5 freut, muss sich auf längere Wartezeiten oder den Verzicht auf bestimmte Märkte einstellen. Die Produktion dieser Fahrzeuge wird sich vermutlich auf Regionen konzentrieren, die keine vergleichbaren Restriktionen haben.

Für den US-Markt könnte dies bedeuten, dass Polestar seine Präsenz stark reduziert oder sich auf gebrauchte Modelle oder Leasingangebote konzentriert. Langfristig könnte das Unternehmen gezwungen sein, seine Software- und Hardware-Architektur grundlegend zu überarbeiten, um die US-Vorgaben zu erfüllen. Ob und wann dies gelingen wird, bleibt jedoch offen.

Ein Präzedenzfall mit Signalwirkung

Die Entscheidung gegen Polestar könnte Signalwirkung für andere Hersteller haben, die in China produzieren oder chinesische Technologie nutzen. Sie zeigt, wie schnell regulatorische Hürden den Zugang zu wichtigen Märkten blockieren können. Gleichzeitig wirft sie Fragen nach der Zukunft der globalen Automobilindustrie auf, die zunehmend von geopolitischen Spannungen geprägt ist.

Polestar selbst hat angekündigt, weiter mit den US-Behörden zusammenzuarbeiten, um eine Lösung zu finden. Doch die Zeit drängt. Mit dem Modelljahr 2027 rückt die Deadline unaufhaltsam näher. Ob es dem Unternehmen gelingt, die regulatorischen Hürden zu überwinden, bleibt abzuwarten – und wird maßgeblich darüber entscheiden, ob Polestar in den USA überhaupt eine Zukunft hat.

KI-Zusammenfassung

ABD Ticaret Bakanlığı, Polestar'ın 2027 model yılı ve sonrası araçlarını ülkeye sokmayı reddetti. Çin bağlantılı güvenlik endişeleri nedeniyle alınan karar, ABD'deki elektrikli otomobil pazarını nasıl etkileyecek?

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