Die Europäische Kommission hat Meta in einer vorläufigen Entscheidung vorgeworfen, gegen zentrale Vorgaben des Digital Services Act (DSA) zu verstoßen. Konkret geht es um die unzureichende Absicherung von Kindern unter 13 Jahren auf den Plattformen Facebook und Instagram. Die Behörde kritisiert, dass das Unternehmen keine ausreichenden Maßnahmen ergreift, um den Zugang für Minderjährige zu verhindern oder bereits aktive Konten zu identifizieren und zu sperren. Besonders problematisch: Nutzer können sich nach wie vor mit falschen Geburtsdaten registrieren, um ihr tatsächliches Alter zu verschleiern.
EU-Kommission: Meta verstößt gegen DSA
Die Vorwürfe basieren auf einer fast zweijährigen Untersuchung, in deren Rahmen die EU-Behörden Meta’s Altersverifikationssysteme und Schutzmechanismen für junge Nutzer analysiert haben. Die Kommission betont, dass nicht nur der Zugang zu den Diensten ein Problem darstellt, sondern auch die fehlende Möglichkeit, minderjährige Nutzer zu erkennen und gezielt zu schützen. Eine Sprecherin der Behörde erklärte, dass Meta zwar einige Schritte unternommen habe, diese aber nicht ausreichten, um den rechtlichen Anforderungen zu entsprechen.
Drohende Strafen in Milliardenhöhe
Sollte Meta die festgestellten Mängel nicht innerhalb der gesetzten Frist beheben, drohen dem Konzern Strafen von bis zu 6 Prozent des weltweiten Umsatzes. Bei einem Jahresumsatz von über 100 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 könnten die finanziellen Konsequenzen damit bis zu 12 Milliarden US-Dollar betragen. Die Europäische Kommission hat in ihrer Mitteilung betont, dass die Höhe der Strafen an die Schwere der Verstöße und die finanziellen Möglichkeiten des Unternehmens geknüpft ist.
Metas bisherige Maßnahmen reichen nicht aus
Meta hat in den vergangenen Monaten verschiedene Initiativen vorgestellt, um die Sicherheit junger Nutzer zu verbessern. Dazu gehören strengere Altersprüfungen bei der Registrierung und zusätzliche Warnhinweise für Eltern. Kritiker bemängeln jedoch, dass diese Maßnahmen oft umgangen werden können oder nur unzureichend umgesetzt werden. Ein Beispiel ist die bereits erwähnte Möglichkeit, durch falsche Angaben im Registrierungsformular die Altersbeschränkung zu umgehen. Zudem fehlen oft wirksame Mechanismen, um bereits aktive Konten von Minderjährigen zu identifizieren und zu deaktivieren.
Ausblick: Was kommt als Nächstes?
Die Europäische Kommission hat Meta eine Frist gesetzt, um auf die vorläufige Entscheidung zu reagieren und konkrete Schritte zur Behebung der Mängel vorzulegen. Sollte das Unternehmen keine ausreichenden Maßnahmen ergreifen, könnte die endgültige Entscheidung innerhalb weniger Monate fallen. Für Meta bedeutet dies nicht nur finanzielle Risiken, sondern auch einen möglichen Vertrauensverlust bei Nutzern und Regulierungsbehörden. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Konzern die geforderten Verbesserungen umsetzen kann – oder ob weitere rechtliche Schritte folgen werden.
KI-Zusammenfassung
Avrupa Birliği’nin yeni dijital hizmet düzenlemesi DSA’yı ihlal eden Meta, 13 yaşın altındaki çocukların platformlara erişimini engelleyemiyor. Komisyon’un aldığı karara göre şirket, 12 milyar dolarlık cezayla karşı karşıya kalabilir.