iToverDose/Technologie· 21 MAI 2026 · 14:02

Flipper One: Kleiner Linux-Rechner mit Hacking-Funktionen im Taschenformat

Flipper Devices stellt den Flipper One vor: Ein handlicher Linux-Computer mit 8 Kernen, GPU und integrierten Hacking-Tools. Das Gerät soll ab Sommer 2025 erhältlich sein und setzt auf Community-Feedback für weitere Entwicklungen.

The Verge3 min0 Kommentare

Seit dem Start des Flipper Zero vor fast sechs Jahren hat sich das gleichnamige Unternehmen als Vorreiter für kompakte Wireless-Hacking-Tools etabliert. Jetzt präsentiert Flipper Devices mit dem Flipper One ein neues Gerät, das nicht nur als vielseitiges Werkzeug für Entwickler und Sicherheitsexperten dient, sondern auch als vollwertiger Linux-Computer. Mit einem leistungsstarken Prozessor und modernster Hardware könnte der Flipper One die Art und Weise verändern, wie Techniker und Enthusiasten mit Embedded-Systemen arbeiten.

Ein Hybrid aus Hacking-Tool und Mini-PC

Der Flipper One kombiniert die Funktionen eines klassischen Flipper-Geräts mit der Rechenleistung eines Mini-Rechners. Das Herzstück bildet ein 8-Kern-RK3576-Prozessor von Rockchip, der mit einer dedizierten GPU und einem 6-TOPS-Neural Processing Unit (NPU) ausgestattet ist. Dazu kommen 8 GB RAM, die für anspruchsvolle Aufgaben wie Echtzeit-Datenverarbeitung oder KI-gestützte Analysen sorgen. Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern setzt Flipper Devices hier auf Open-Source-Technologie – das Betriebssystem basiert auf Linux, was Entwicklern maximale Flexibilität bietet.

Neben der reinen Rechenleistung überzeugt der Flipper One durch eine breite Palette an Connectivity-Optionen:

  • Zwei Ethernet-Ports für stabile Netzwerkverbindungen
  • Ein PCIe-Slot zur Erweiterung mit zusätzlicher Hardware
  • Ein SATA-Anschluss für Massenspeicher wie SSDs
  • Ein USB-3.0-Port für Peripheriegeräte
  • Ein M.2-Slot, der die Installation von Erweiterungsmodulen ermöglicht (beispielsweise für Cellular-, Wi-Fi- oder Bluetooth-Funktionen)

Die kompakte Bauweise bleibt dabei erhalten: Das Gerät ist kaum größer als eine Smartphone-Hülle und lässt sich problemlos in der Jackentasche transportieren. Damit adressiert Flipper Devices insbesondere Entwickler, IT-Sicherheitsexperten und Maker, die ein mobiles System für Feldarbeiten oder Prototyping benötigen.

Community-Feedback als Entwicklungsgrundlage

Ein besonderes Merkmal des Flipper One ist sein community-getriebener Entwicklungsansatz. Das Unternehmen plant, das Gerät noch vor dem offiziellen Verkaufsstart im Sommer 2025 an ausgewählte Tester zu verteilen, um Feedback zu Hardware, Software und neuen Anwendungsfällen einzuholen. Betatester erhalten dabei Zugang zu einem SDK (Software Development Kit), das die Programmierung eigener Module und Funktionen ermöglicht.

Die Entwickler hinter dem Flipper One betonen, dass sie sich von der Open-Source-Community inspirieren lassen wollen. „Unsere Nutzer wissen am besten, welche Features wirklich gebraucht werden“, erklärt ein Sprecher des Unternehmens. „Daher setzen wir auf einen iterativen Prozess, bei dem wir gemeinsam mit der Community die nächsten Schritte definieren.“

Mögliche Erweiterungen könnten sein:

  • Unterstützung für neue Funkstandards wie LoRaWAN oder Zigbee
  • Integration von KI-basierten Analyse-Tools für Netzwerk-Traffic
  • Entwicklung von Plug-ins für gängige Penetration-Testing-Frameworks

Vergleich mit bestehenden Alternativen

Der Flipper One positioniert sich in einem wachsenden Markt für kompakte Linux-Computer. Im Vergleich zu etablierten Alternativen wie dem Raspberry Pi 5 oder dem Orange Pi 5 bietet er jedoch einige einzigartige Vorteile:

  • Dedizierte NPU für KI-Anwendungen: Während Raspberry Pi und Co. auf externe Beschleuniger angewiesen sind, integriert der Flipper One eine NPU direkt in die Hardware.
  • Erweiterbare Connectivity: Die Kombination aus PCIe, SATA und M.2-Slot ermöglicht eine größere Flexibilität bei der Hardware-Erweiterung.
  • Hacking-Tool-Integration: Im Gegensatz zu reinen Entwicklerboards lässt sich der Flipper One bereits jetzt mit den bekannten Flipper-Apps für Wireless-Analysen und Sicherheitsaudits nutzen.

Allerdings gibt es auch Einschränkungen: Die Speicherausstattung von 8 GB RAM ist zwar für viele Anwendungen ausreichend, aber nicht für hochperformante Server-Szenarien. Zudem fehlt bisher eine offizielle Dokumentation für die NPU-Programmierung, was die Einstiegshürde für weniger erfahrene Nutzer erhöht.

Ausblick: Was kommt nach dem Flipper One?

Mit dem Flipper One demonstriert Flipper Devices erneut, dass der Markt für kompakte Embedded-Systeme noch lange nicht gesättigt ist. Besonders spannend wird die Entwicklung sein, sobald die ersten Community-Module veröffentlicht werden. Ob es gelingt, eine ähnliche Dynamik wie beim Flipper Zero zu entfachen, hängt dabei maßgeblich von der Akzeptanz der Open-Source-Community ab.

Für Entwickler und Sicherheitsforscher könnte der Flipper One in Zukunft zu einem unverzichtbaren Werkzeug werden – sei es für Feldtests, Prototyping oder sogar den Einsatz in IoT-Sicherheitslösungen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Gerät hält, was es verspricht, und ob es sich gegen die etablierte Konkurrenz durchsetzen kann. Eines ist jedoch sicher: Die Ära der reinen „Hacking-Gadgets“ ist vorbei. Die Zukunft gehört den All-in-One-Lösungen, die Rechenleistung, Erweiterbarkeit und Sicherheit in einem Gerät vereinen.

KI-Zusammenfassung

Yeni Flipper One, hem kablosuz çok amaçlı bir araç hem de cebinizde taşıyabileceğiniz güçlü bir Linux bilgisayarı olma iddiasında. Peki bu cihaz gerçekten kullanışlı mı ve neler sunuyor?

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