Die Europäische Kommission hat Meta mitgeteilt, dass bestimmte Funktionen auf Facebook und Instagram den Nutzern schaden könnten. Dazu gehören automatische Wiedergabe von Videos sowie das unendliche Scrollen durch Inhalte. Beide Techniken könnten das Suchtverhalten fördern und besonders bei jungen oder verletzlichen Nutzern zu gesundheitlichen Problemen führen.
Warum die EU Meta unter Druck setzt
Am Donnerstag veröffentlichte die EU-Kommission eine vorläufige Bewertung, in der sie Meta vorwirft, die Risiken seiner Design-Entscheidungen nicht ausreichend geprüft zu haben. Nach Ansicht der Behörde tragen Features wie Endlos-Scrolling und personalisierte Empfehlungen dazu bei, dass Nutzer ungeplant viel Zeit auf den Plattformen verbringen. Die Kommission argumentiert, dass diese Mechanismen das Gehirn in einen "Autopilot-Modus" versetzen und so zwanghaftes Verhalten begünstigen.
Besonders problematisch sei die Situation für Minderjährige und erwachsene Nutzer mit psychischen Vorerkrankungen. Die EU-Kommission betont, dass Meta seine Plattformen so gestalten muss, dass sie keine schädlichen Gewohnheiten fördern. Eine frühere Untersuchung hatte bereits gezeigt, dass viele Nutzer das Gefühl haben, die Kontrolle über ihre Nutzungsdauer verloren zu haben.
Mögliche Konsequenzen für Meta
Die Europäische Kommission hat Meta eine Frist gesetzt, um die beanstandeten Funktionen anzupassen. Sollte das Unternehmen nicht handeln, drohen hohe Geldstrafen. Die genaue Höhe der möglichen Strafen hängt von der Schwere der Verstöße ab, könnte aber mehrere hundert Millionen Euro erreichen. Experten gehen davon aus, dass Meta vor allem die automatische Wiedergabe und das Endlos-Scrolling entschärfen muss.
Laut EU-Recht müssen Plattformen sicherstellen, dass ihre Designs keine gesundheitlichen Risiken bergen. Die Kommission verweist dabei auf die Digitale-Dienste-Gesetzgebung (DSA), die seit 2024 für alle großen Online-Plattformen in der EU gilt. Meta hat nun die Möglichkeit, innerhalb einer festgelegten Frist Stellung zu nehmen und mögliche Anpassungen vorzuschlagen.
Reaktionen der Tech-Branche
Branchenbeobachter sehen in der Entscheidung der EU einen Präzedenzfall. Sollte Meta tatsächlich zu Änderungen gezwungen werden, könnten andere Tech-Konzerne ebenfalls ihre Design-Praktiken überdenken müssen. Besonders bei sozialen Netzwerken, die auf Nutzerbindung setzen, könnte dies zu einem Umdenken führen. Einige Experten fordern bereits strengere Vorgaben für algorithmische Empfehlungssysteme.
Meta selbst hat bisher noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Allerdings deutet die Geschichte des Unternehmens darauf hin, dass es versuchen wird, die Forderungen der EU auf juristischem Weg abzumildern oder zu verzögern. Sollte es jedoch zu einer Einigung kommen, könnte dies das Ende der umstrittenen Features markieren – zumindest in Europa.
Die EU hat damit klar gemacht, dass sie die Gestaltungsmacht über digitale Plattformen nicht länger allein den Tech-Konzernen überlassen will. Nutzer, besonders junge und schutzbedürftige, sollen besser vor den potenziell schädlichen Auswirkungen von Social Media geschützt werden.
KI-Zusammenfassung
Avrupa Birliği, Meta’nın Facebook ve Instagram’daki otomatik oynatma ve sonsuz kaydırma gibi özellikleri bağımlılık yarattığı gerekçesiyle şirkete milyarlarca avro ceza tehdidi yöneltiyor.