iToverDose/Technologie· 22 APRIL 2026 · 11:36

Cash App führt Kinderkonten ein: Finanzbildung ab 6 Jahren

Ab sofort können Eltern für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren ein Cash App-Konto einrichten. Die Lösung kombiniert Taschengeld, Sparziele und kindgerechte Debitkarten – ohne direkten App-Zugriff der Kleinen.

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Die Banking-App Cash App von Block erweitert ihr Angebot um ein neues Feature: Eltern können jetzt verwaltete Kinderkonten für die Altersgruppe 6 bis 12 Jahre einrichten. Damit setzt das Unternehmen auf finanzielle Bildung als frühen Einstieg in die digitale Geldwelt. Die Lösung soll Kindern spielerisch den Umgang mit Geld vermitteln, während Eltern die Kontrolle behalten.

Einfache Einrichtung und kindgerechte Features

Eltern oder gesetzliche Vormünder können über die bestehende Cash App ein verwaltetes Konto für ihre Kinder erstellen. Die Konten bieten zentrale Funktionen wie automatisierte Taschengeldzahlungen, Sparziele und Ausgabenübersichten. Ein entscheidendes Sicherheitselement ist die Möglichkeit, Transaktionen zu sperren oder zu genehmigen. Kinder erhalten eine personalisierte Debitkarte, mit der sie bezahlen können, ohne selbst Zugang zur Cash App zu haben. Zudem können sie Zahlungen von bis zu fünf zuvor autorisierten Kontakten empfangen.

Kinderkonten seien „ein bedeutender Schritt zur finanziellen Unabhängigkeit“, erklärte Cash App in einer Mitteilung. Das Unternehmen verweist darauf, dass die Plattform bereits seit 2021 auch Teenagern offensteht, nun aber gezielt jüngere Zielgruppen anspreche. Die Einführung der neuen Funktion wurde von Cash App-Teammitglied Kristen Anderson auf X mit einer Mischung aus Stolz und Optimismus kommentiert. „Nächste Generation Banking war noch nie so attraktiv“, schrieb sie im April 2026.

Automatische Anpassung nach dem 13. Geburtstag

Sobald ein Kind das 13. Lebensjahr vollendet, bietet Cash App Eltern die Option, das Konto in ein „gesponsertes Konto“ umzuwandeln. Diese Konten ermöglichen zusätzliche Funktionen wie eigenständige Zahlungen, Aktieninvestitionen oder Kryptohandel – allerdings weiterhin unter elterlicher Aufsicht. Die Entscheidung, ob und wann eine solche Umstellung erfolgt, liegt bei den Erziehungsberechtigten.

Experten sehen in der Expansion von Cash App einen Trend, der die Finanzbranche verändert. Eltern erhalten damit ein Werkzeug, um ihren Kindern verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu vermitteln, ohne sie sofort der vollen digitalen Freiheit auszusetzen. Die Lösung steht im Wettbewerb mit ähnlichen Angeboten wie Venmo (seit 2023 für 13- bis 17-Jährige) oder den Familienkonten von Apple Cash und Google Wallet.

Finanzbildung als Zukunftsthema

Die Einführung von Kinderkonten bei Cash App unterstreicht die wachsende Nachfrage nach digitalen Lösungen, die finanzielle Kompetenz früh fördern. Während ältere Plattformen wie Venmo oder Apple Cash Family bereits ältere Teenager adressieren, setzt Cash App auf eine jüngere Zielgruppe. Damit positioniert sich das Unternehmen als Pionier für eine generationenübergreifende Finanzbildung. Die Kombination aus Sicherheit, Kontrolle und pädagogischem Ansatz könnte den Standard für Jugendkonten in der Fintech-Branche setzen. Eltern und Kinder können so gemeinsam den Einstieg ins digitale Banking gestalten – mit der Aussicht auf mehr Freiheit in der Zukunft.

KI-Zusammenfassung

Cash App now offers parent-managed accounts for kids 6-12 with allowance tools, spending tracking, and custom debit cards to build early financial literacy.

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