iToverDose/Technologie· 23 APRIL 2026 · 00:07

Betrüger nutzen Krypto-Betrug für sichere Passage durch Hormus-Strasse

Betrüger fordern mit gefälschten Zahlungsaufforderungen in Kryptowährungen sichere Durchfahrt durch die strategisch wichtige Hormus-Strasse. Mindestens ein Schiff scheint darauf hereingefallen zu sein.

Ars Technica2 min0 Kommentare

Die Hormus-Strasse zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit und verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean. Doch jetzt nutzen Kriminelle die Unsicherheit in der Region, um mit einem ausgeklügelten Krypto-Betrug Schiffseigentümer zu täuschen. Laut einem Bericht des griechischen Schifffahrtsrisikomanagers MARISKS vom 20. April versenden Betrüger, die sich als iranische Behörden ausgeben, gefälschte Zahlungsaufforderungen an Reedereien. Diese sollen in Bitcoin oder Tether gezahlt werden, um angeblich eine sichere Durchfahrt durch die strategisch bedeutende Meerenge zu gewährleisten.

Der Betrug kommt zu einer Zeit, in der die Spannungen in der Region ohnehin hoch sind. Die Hormus-Strasse ist nicht nur eine der meistbefahrenen Schifffahrtsrouten, sondern auch ein neuralgischer Punkt für die globale Energieversorgung. Rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggas-Transports passiert diese Route. Normalerweise verlangen die Anrainerstaaten wie Iran Gebühren für die Durchfahrt, doch die offiziellen Kanäle sind transparent und gut dokumentiert. Die Betrüger nutzen diese Unsicherheit aus, indem sie gefälschte Dokumente und Zahlungsaufforderungen versenden, die auf den ersten Blick seriös wirken.

Laut MARISKS haben bereits mehrere Reedereien solche betrügerischen Nachrichten erhalten. Besonders tückisch: Die Betrüger fordern die Schiffe auf, eine Route nahe der iranischen Küste zu nehmen, um dort angeblich eine Inspektion zu durchlaufen. Diese Anweisung ist besonders riskant, da sie die Schiffe direkt in ein Gebiet bringt, in dem es in der Vergangenheit bereits zu Zwischenfällen gekommen ist. Ein konkretes Beispiel zeigt, wie real die Gefahr ist: Ein Schiff, das in der Vergangenheit unter iranischem Beschuss stand, könnte tatsächlich auf die gefälschten Zahlungsaufforderungen hereingefallen sein und geglaubt haben, die Gebühr bereits entrichtet zu haben.

Die iranischen Behörden haben zwar offiziell keine Kryptowährungen als Zahlungsmittel für die Durchfahrt akzeptiert, doch die Betrüger nutzen genau diese Grauzone aus. Sie versenden E-Mails oder Nachrichten über soziale Medien, die angeblich von iranischen Behörden stammen und eine Zahlungsaufforderung enthalten. Die Reedereien werden aufgefordert, innerhalb eines bestimmten Zeitraums eine bestimmte Summe in Kryptowährung zu überweisen. Da viele Schiffe bereits mit erhöhten Risiken in der Region konfrontiert sind, ist die Versuchung groß, auf solche Angebote einzugehen.

Experten warnen davor, auf solche gefälschten Zahlungsaufforderungen zu reagieren. Die offiziellen Kanäle für die Durchfahrt durch die Hormus-Strasse sind klar definiert und erfordern keine Kryptowährungen. Reedereien sollten stattdessen direkt mit den zuständigen Behörden oder ihren lokalen Vertretungen Kontakt aufnehmen, um die Echtheit von Zahlungsaufforderungen zu überprüfen. Die internationale Schifffahrtsgemeinschaft ist nun gefordert, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken und ihre Mitarbeiter für solche Betrugsversuche zu sensibilisieren.

Die Entwicklung zeigt einmal mehr, wie Betrüger gezielt globale Unsicherheiten ausnutzen, um ihre kriminellen Machenschaften voranzutreiben. Die Hormus-Strasse bleibt ein kritischer Punkt für die globale Wirtschaft, doch die Sicherheit der Schiffe sollte nicht durch Krypto-Betrug gefährdet werden. Reedereien und Schifffahrtsunternehmen müssen nun handeln, um sich vor solchen Betrugsversuchen zu schützen und die Sicherheit ihrer Besatzungen und Ladungen zu gewährleisten.

KI-Zusammenfassung

Learn how crypto scammers are exploiting the Strait of Hormuz’s shipping chaos with fake transit fees, targeting unsuspecting vessels with Bitcoin and Tether demands.

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