Vor etwa einem Jahr stellte AMD mit der Radeon RX 9070 eine Grafikkarte vor, die für 549 US-Dollar erhältlich war. Ein Jahr später folgte nun die Radeon RX 9070 GRE – ebenfalls zum gleichen Preis. Doch trotz identischem Preisniveau bietet die neue Grafikkarte deutlich weniger Leistung.
Was die RX 9070 GRE von der Standardversion unterscheidet
Die Radeon RX 9070 GRE ist technisch eine abgespeckte Version der RX 9070. Statt der vollen GPU-Kerne der Standardversion verfügt sie nur über 85 % der Recheneinheiten. Der Videospeicher wurde von 16 GB auf 12 GB reduziert, und die Speicherbandbreite sinkt um etwa ein Drittel. Diese Änderungen machen die neue Grafikkarte zu einer weniger leistungsfähigen Alternative, obwohl sie denselben Preis hat.
Die RX 9070 GRE ist kein neues Modell, sondern bereits seit etwa einem Jahr in China erhältlich. Erst jetzt bringt AMD sie offiziell auf den US-Markt. Diese Verzögerung könnte darauf hindeuten, dass AMD zunächst die Nachfrage in anderen Regionen testen wollte, bevor es die Grafikkarte weltweit anbietet.
Performance im Vergleich: Kein fairer Tausch
In einem Markt, der bereits von steigenden Preisen und Engpässen bei RAM-Chips geprägt ist, kommt die RX 9070 GRE zur Unzeit. Viele Käufer suchen nach erschwinglichen Grafikkarten, doch AMD bietet ihnen ein Produkt, das deutlich weniger Leistung liefert als die teureren Alternativen.
In Benchmarks schneidet die RX 9070 GRE erwartungsgemäß schlechter ab als die RX 9070. Während die Standardversion für anspruchsvolle Spiele wie Cyberpunk 2077 oder Alan Wake 2 noch akzeptable Framerates liefert, kämpft die GRE-Version mit deutlichen Einbußen. Selbst in weniger anspruchsvollen Titeln wie Fortnite oder Apex Legends reicht die Leistung oft nicht an die einer RX 9070 heran.
Die reduzierte Speicherkapazität könnte zudem Probleme bei zukünftigen Spielen bereiten, die höhere Anforderungen an den Videospeicher stellen. Spiele wie Starfield oder Call of Duty: Warzone benötigen bereits jetzt viel Speicher, und dieser Trend wird sich voraussichtlich fortsetzen.
Shrinkflation bei Grafikkarten: Ein wachsendes Problem
Der Begriff Shrinkflation stammt ursprünglich aus der Lebensmittelindustrie, wo Hersteller bei gleicher Verpackungsgröße die enthaltene Menge reduzieren. Doch auch im Technologiebereich wird diese Praxis zunehmend sichtbar. AMD ist nicht das einzige Unternehmen, das solche Strategien verfolgt. Auch andere Hersteller passen ihre Produkte an, um bei gleichen Preisen die Leistung zu reduzieren.
Für Käufer bedeutet dies, dass sie für weniger Leistung den gleichen Preis zahlen müssen. Besonders ärgerlich ist dies in einem Markt, der ohnehin von hohen Preisen und Lieferengpässen geprägt ist. Viele Verbraucher fühlen sich dadurch getäuscht und fragen sich, ob sie wirklich das bekommen, wofür sie bezahlen.
Fazit: Ein enttäuschendes Angebot für Käufer
Die Radeon RX 9070 GRE ist ein Paradebeispiel dafür, wie Hersteller durch Shrinkflation die Preise stabil halten, obwohl die Leistung sinkt. Mit weniger GPU-Kernen, weniger Speicher und geringerer Bandbreite bietet sie deutlich weniger Wert als ihr Vorgänger. In einem Markt, der ohnehin von hohen Preisen geprägt ist, ist dies ein enttäuschendes Signal an Käufer.
Wer eine leistungsstarke Grafikkarte sucht, sollte daher genau prüfen, ob sich der Kauf der RX 9070 GRE lohnt – oder ob nicht lieber eine Alternative in Betracht gezogen werden sollte. Die Zukunft wird zeigen, ob AMD seine Strategie anpasst oder ob Shrinkflation im GPU-Markt zur neuen Normalität wird.
KI-Zusammenfassung
AMD’nin yeni grafik kartı RX 9070 GRE, aynı fiyatla sunulan standart modele göre yüzde 30’a varan performans düşüşüyle dikkat çekiyor. Detaylı inceleme ve karşılaştırmalar burada.