Die Optimierung für AI-Suchmaschinen beginnt nicht erst mit der Wahl der richtigen Keywords, sondern mit der Steuerung der automatisierten Bots über die robots.txt-Datei. Doch welche AI-Crawler durchsuchen das Web, und wie lassen sie sich korrekt in der Konfiguration berücksichtigen? Ohne die richtigen Einstellungen landet Ihre Website möglicherweise unsichtbar in den Antworten von ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews – obwohl die Nachfrage nach AI-generierten Inhalten 2025 um 527 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.
Die wichtigsten AI-Crawler und ihre Betreiber
Derzeit durchsuchen 14 AI-Crawler das Web, betrieben von Unternehmen wie OpenAI, Google, Anthropic und Perplexity. Diese Crawler lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: Tier 1 und Tier 2. Während Tier-1-Crawler direkt für die Anzeige von Inhalten in AI-Suchergebnissen verantwortlich sind, unterstützen Tier-2-Crawler die dahinterliegenden Modelle oder ergänzen andere AI-Funktionen.
Tier 1: Kritische Crawler für AI-Suchmaschinen
Diese Bots werden von Plattformen betrieben, deren AI-Modelle direkt auf Nutzeranfragen antworten und dabei Inhalte als Quellen zitieren. Eine Blockade führt dazu, dass Ihre Inhalte in den Antworten nicht mehr auftauchen.
- GPTBot – OpenAI: Sammelt Daten für das Training von ChatGPT und indexiert Inhalte für die AI-Suche.
- OAI-SearchBot – OpenAI: Spezialisiert auf Echtzeit-Suche in ChatGPT.
- ChatGPT-User – OpenAI: Lädt Seiten, wenn Nutzer explizit einen Link in ChatGPT anfragen.
- ClaudeBot – Anthropic: Crawlt Inhalte für das Training von Claude und dessen Webzugriff.
- PerplexityBot – Perplexity AI: Indexiert Inhalte für die AI-Suche des Unternehmens.
Tier 2: Wichtige Crawler für breitere AI-Sichtbarkeit
Diese Bots werden von Technologiekonzernen betrieben, deren Crawler entweder AI-Modelle trainieren oder AI-Funktionen in eigenen Produkten speisen. Obwohl sie nicht direkt in den AI-Antworten zitiert werden, beeinflussen sie die Sichtbarkeit indirekt.
- Google-Extended – Google: Versorgt Google AI Overviews und Gemini mit Inhalten.
- GoogleOther – Google: Allgemeiner AI-Crawler für Forschungsprojekte.
- Applebot-Extended – Apple: Unterstützt Apple Intelligence und Siri.
- Amazonbot – Amazon: Füttert Alexa mit AI-generierten Antworten.
- Bytespider – ByteDance: Crawlt für TikTok-Suche und AI-Produkte.
- CCBot – Common Crawl: Open-Source-Datensatz für viele LLMs.
- Meta-ExternalAgent – Meta: Crawlt für Meta AI und KI-Features.
- cohere-ai – Cohere: Trainiert Unternehmensmodelle.
- FacebookBot – Meta: Nutzt Daten für Link-Vorschauen und AI-Features.
Warum Tier 1 und Tier 2 unterschiedlich zu behandeln sind
Der entscheidende Unterschied liegt in der direkten Auswirkung auf die Sichtbarkeit in AI-Suchergebnissen. Ein Block der Tier-1-Crawler (z. B. GPTBot) bedeutet, dass Ihre Inhalte in ChatGPT-Suchen nicht mehr zitiert werden – selbst wenn andere Bots Zugriff haben.
Tier-2-Crawler wie Google-Extended oder Applebot-Extended wirken sich zwar nicht direkt auf zitierfähige Antworten aus, sind aber für die breitere AI-Präsenz entscheidend. Google verarbeitet täglich über 8,5 Milliarden Suchanfragen, und AI Overviews erscheinen mittlerweile bei schätzungsweise 30 % der informativen Suchanfragen. Für Unternehmen, die ihre Reichweite maximieren wollen, ist die Freigabe beider Kategorien daher unerlässlich.
So konfigurieren Sie robots.txt für AI-Crawler
Die robots.txt-Datei sollte jeden AI-Crawler explizit mit einem User-agent-Eintrag freigeben. Zwar erlaubt eine allgemeine Freigabe (User-agent: * / Allow: /) auch AI-Bots, doch die explizite Auflistung vermeidet Unsicherheiten und stellt sicher, dass kein Crawler versehentlich blockiert wird.
# AI-Crawler für maximale Sichtbarkeit freigeben
# Quelle: echloe.io/blog/ai-crawler-management-optimize-robots-txt-for-ai-search
User-agent: *
Allow: /
# Tier 1 AI-Crawler (kritisch für AI-Suchen)
User-agent: GPTBot
Allow: /
User-agent: OAI-SearchBot
Allow: /
User-agent: ChatGPT-User
Allow: /
User-agent: ClaudeBot
Allow: /
User-agent: PerplexityBot
Allow: /
# Tier 2 AI-Crawler (wichtig für breitere AI-Präsenz)
User-agent: Google-Extended
Allow: /
User-agent: GoogleOther
Allow: /
User-agent: Applebot-Extended
Allow: /
User-agent: Amazonbot
Allow: /
User-agent: Bytespider
Allow: /
User-agent: CCBot
Allow: /
User-agent: Meta-ExternalAgent
Allow: /
User-agent: cohere-ai
Allow: /
User-agent: FacebookBot
Allow: /
Sitemap: Die Datei muss im Root-Verzeichnis der Website unter abgelegt werden. Der Sitemap`-Eintrag am Ende hilft sowohl klassischen als auch AI-Crawlern, alle indexierbaren Seiten zu finden.
Wann sollten AI-Crawler blockiert werden?
Obwohl die Freigabe aller Crawler die AI-Sichtbarkeit maximiert, gibt es Szenarien, in denen eine selektive Blockade sinnvoll sein kann. Websites mit strengen Richtlinien zum Schutz geistigen Eigentums könnten beispielsweise:
- Trainingsspezifische Crawler (wie GPTBot oder CCBot) blockieren, um die Nutzung der Inhalte für Modell-Training zu verhindern.
- Suche-spezifische Crawler (wie OAI-SearchBot oder PerplexityBot) freigeben, um zumindest in den AI-Antworten zitiert zu werden.
Allerdings ist Vorsicht geboten: Eine Blockade von GPTBot könnte zwar das Training einschränken, aber gleichzeitig die Sichtbarkeit in ChatGPT-Suchen gefährden – denn OpenAI nutzt denselben Bot für beide Zwecke. Laut Originality.ai verzichten bereits über 35 % der Websites auf eine vollständige Blockade, um die AI-Suche nicht zu behindern. Die Entscheidung sollte daher immer auf einer Abwägung zwischen Datenschutz und Reichweite basieren.
Die Zukunft der AI-Suche entwickelt sich rasant. Wer heute die Weichen für die richtige Crawler-Steuerung stellt, sichert sich nicht nur Sichtbarkeit in den Antworten von morgen, sondern auch die Grundlage für nachhaltiges Wachstum in einem sich wandelnden digitalen Ökosystem.
KI-Zusammenfassung
Learn how to configure your robots.txt file to control AI search crawlers like GPTBot and Google-Extended. Boost AI search visibility without hurting traditional SEO.