iToverDose/Technologie· 19 MAI 2026 · 18:02

1.000 Hz Gaming-Monitore: Luxus oder echte Revolution für Spieler?

Mit dem neuen LG UltraGear 25G590B drängen Monitore mit 1.000 Hz Refresh-Rate auf den Markt – doch lohnt sich die Investition wirklich? Wir analysieren die Technik und ihre Relevanz für Gamer.

Ars Technica3 min0 Kommentare

Die Gaming-Branche steht vor einem neuen Meilenstein: Monitore mit 1.000 Hz Refresh-Rate werden langsam zur Realität. Doch während die Technologie fortschreitet, bleibt die Frage, ob sich der hohe Aufwand für Spieler überhaupt auszahlt. Der kürzlich von LG vorgestellte 24,5-Zoll-Monitor UltraGear 25G590B markiert einen wichtigen Schritt in diese Richtung und wirft gleichzeitig grundlegende Diskussionen über die Zukunft des kompetitiven Gamings auf.

Warum 1.000 Hz? Die Technik hinter der Revolution

Ein Bildschirm mit 1.000 Hz aktualisiert sein Display jedes Millisekunde mit einem neuen Frame – ein Tempo, das selbst die schnellsten menschlichen Reaktionszeiten übertrifft. Zum Vergleich: Die meisten High-End-Monitore arbeiten heute mit 240 Hz oder 360 Hz, während selbst Standard-Gaming-Displays oft bei 144 Hz liegen. LG betont, dass sein neues Modell Full HD (1080p) bei voller Auflösung und ohne Kompromisse unterstützt – ein entscheidender Unterschied zu früheren 1.000-Hz-Prototypen, die auf niedrigere Auflösungen wie 720p ausweichen mussten.

Die Technik hinter dieser Leistung basiert auf einer Kombination aus hochoptimierter Panel-Technologie und einer extrem schnellen Signalverarbeitung. Während andere Hersteller wie Acer oder Samsung bei ihren Top-Modellen auf „Dual-Mode“-Lösungen setzen – etwa das Herunterschalten der Auflösung für maximale Framerates –, setzt LG auf eine native 1.000-Hz-Darstellung. Das bedeutet: Keine künstlichen Kompromisse, sondern eine saubere 1080p-Wiedergabe bei voller Geschwindigkeit.

Ein weiterer Vorteil der 1.000-Hz-Technologie ist die Reduzierung von Motion Blur. Bei extrem hohen Framerates verschwimmt die Bewegung weniger, was besonders in schnellen Actionspielen wie Counter-Strike 2 oder Valorant den entscheidenden Unterschied machen kann. Allerdings ist zu beachten, dass die menschliche Wahrnehmung eine natürliche Grenze hat: Studien zeigen, dass die meisten Spieler selbst bei 500 Hz kaum noch spürbare Verbesserungen bemerken.

Vergleich mit der Konkurrenz: Wer führt das 1.000-Hz-Rennen?

LG ist nicht der einzige Hersteller, der die 1.000-Hz-Marke anpeilt, doch der UltraGear 25G590B sticht durch einige Alleinstellungsmerkmale hervor. Während Konkurrenten wie Acer mit dem Predator XB273U F6 oder Samsung mit dem Odyssey G6 auf ähnliche Refresh-Rates setzen, arbeiten diese Modelle oft mit niedrigeren Auflösungen oder Dual-Mode-Funktionen, um die maximale Leistung zu erreichen.

Ein Beispiel ist der Philips EVNIA 27M2N5500XD, der als erster Monitor überhaupt eine Dual-Modus-Funktion für 1.000 Hz bei 720p oder 500 Hz bei 1440p anbietet. Doch genau hier liegt der Unterschied: LG verzichtet auf solche Umwege und setzt stattdessen auf eine konsistente Full-HD-Leistung. Das macht den UltraGear 25G590B besonders für Spieler attraktiv, die keine Kompromisse bei der Bildqualität eingehen wollen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Verfügbarkeit. Während einige Hersteller ihre 1.000-Hz-Modelle erst für 2026 ankündigen, plant LG eine Einführung bereits in der zweiten Jahreshälfte 2025 – zunächst in ausgewählten Märkten. Ob und wann der Monitor in Europa oder Nordamerika erhältlich sein wird, bleibt jedoch noch offen.

Brauchen Gamer wirklich 1.000 Hz? Eine Kosten-Nutzen-Analyse

Die Frage, ob 1.000 Hz für den Durchschnittsgamer sinnvoll sind, spaltet die Community. Befürworter argumentieren, dass die Technologie jeden Frame-Wettbewerb beeinflussen kann – etwa in E-Sport-Titeln, wo Millisekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden. Gegner verweisen dagegen auf die geringe menschliche Reaktionsfähigkeit und die Tatsache, dass selbst Top-Spieler oft nur marginale Vorteile aus höheren Framerates ziehen.

Ein zentrales Argument gegen die Investition ist der Preis. Aktuelle 360-Hz-Monitore sind bereits mit mehreren hundert Euro teuer – 1.000-Hz-Modelle werden voraussichtlich deutlich über 1.000 Euro kosten. Zudem benötigen Spieler eine entsprechende Hardware, um die hohen Framerates überhaupt zu erreichen. Eine RTX 4090 oder RX 7900 XTX ist hier Pflicht, und selbst mit dieser Ausstattung sind 1.000 fps in den meisten Spielen nicht realistisch.

Ein weiterer Punkt ist die Tauglichkeit für den Alltag. Die meisten Nutzer spielen nicht nur kompetitiv, sondern auch Singleplayer-Titel oder kreative Anwendungen. Hier sind Farbraum, HDR und Ergonomie oft wichtiger als die reine Refresh-Rate. Der UltraGear 25G590B punktet zwar mit einem IPS-Panel, das gute Farben und Blickwinkel bietet, doch ob sich die Investition für die breite Masse lohnt, bleibt fraglich.

Fazit: Ein Meilenstein – aber kein Muss für jeden

Die Einführung von 1.000-Hz-Monitoren wie dem LG UltraGear 25G590B markiert einen wichtigen Schritt in der Gaming-Technologie. Für E-Sport-Profis und Hardcore-Gamer könnte sich die Investition durchaus auszahlen, besonders in Disziplinen, in denen jede Millisekunde zählt. Für den Durchschnittsspieler bleibt die Frage jedoch, ob die kostenintensive Technik wirklich notwendig ist.

Langfristig könnte die 1.000-Hz-Technologie jedoch zum Standard werden – ähnlich wie einst der Übergang von 60 Hz zu 144 Hz. Bis dahin wird sich zeigen, ob sich die Branche an die neuen Möglichkeiten anpasst oder ob die Nachfrage nach solchen High-End-Displays doch hinter den Erwartungen zurückbleibt. Ein Ding ist sicher: Die Ära der ultraschnellen Gaming-Monitore hat begonnen – doch ihr Nutzen hängt stark vom Einsatzszenario ab.

KI-Zusammenfassung

Dünyanın ilk yerli 1000 Hz Full HD oyun monitörü LG UltraGear 25G590B, oyun deneyimini nasıl değiştirecek? Detaylar ve ihtiyaç analizi.

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